Wir wohnen gut in Stockum

In den letzten Jahren wurde in Stockum neuer Wohnraum geschaffen, sowohl Eigentum, als auch Mietwohnraum. Dabei entstand auch barrierefreier und seniorengerechter Wohnraum. Viele vorhandene Mietwohnungen wurden saniert.

Was macht Stockum als Wohnstandort so attraktiv?
Bei dem Stockum-typischen kompakten, dörflichen Charakter mit relativ kurzen Fußwegen kann man sich in den zahlreichen Geschäften optimal für den täglichen Bedarf versorgen. Fünf Kitas/Familienzentren und die zentral gelegene Grundschule/OGS bilden ein breites Angebot für die Kinder. Die Buslinien 373 und 371 schließen Stockum gut an Witten und über die Stadtgrenzen hinweg an den ÖPNV an. Die Autobahnen A45 und A44 sind schnell und ohne Staurisiko zu erreichen. Felder und Wälder rings um Stockum bieten Raum für Erholung. Wichtig ist aber auch ein Blick auf das Mietpreisniveau.

In unserem Wahlprogramm 2020 (Kap. 1) heißt es dazu:
"Eine kommunale Wohnbaulandinitiative soll auf der Basis des derzeit in Arbeit befindlichen gesamtstädtischen Baulandmonitorings zukünftig Wohnbauflächen mobilisieren und entwickeln, die den Bedarf aller Bevölkerungsgruppen für attraktiven Wohnraum sicherstellen. Eingriffe in den Freiraum sollen dabei möglichst vermieden werden, bestehende Baulücken sollen hingegen effizient genutzt werden. Gleichzeitig soll dafür Sorge getragen werden, dass die Wohnqualität der bereits vorhandenen Bebauung darunter nicht leidet. ... Grundsätzlich setzt sich die Wittener SPD für die Stärkung der Rolle von Genossenschaften auf dem Wohnungsmarkt ein. Genossenschaften gehören ihren Mitgliedern. Das mindert die Gefahr, dass Wohnraum zum Profitobjekt von Aktionären wird, bei denen die Anliegen der Mieterinnen und Mieter zu oft mit wirtschaftlichen Interessen konkurrieren müssen. Zur Sicherung und Schaffung bezahlbaren Wohnraums soll die Stadt Witten Kooperationsvereinbarungen mit den Wittener Wohnungsgenossenschaften abschließen und städtische Grundstücke für die Errichtung von preisgünstigem Mietwohnungsbau zur Verfügung stellen. Dabei soll sie das Instrument des Erbbaurechtes wieder stärker nutzen. Wir setzen uns für dringend benötigte Neubauten ein, wollen aber auch einer Zweckentfremdung des Wohnungsbestands entgegenwirken. Daher werden wir die Einführung einer Wohnraumschutzsatzung prüfen, die unbegründeten Leerständen, einer Abkehr von Wohnnutzungen sowie Mietpreissteigerungen entgegenwirkt, die Mieter verdrängen."

Vöckenberg West - Bestandsaufnahme

Daten und Fakten

Die Fläche von Stockum/Düren beträgt 5,44 km², das sind 7,52% der Wittener Stadtfläche.

In Stockum/Düren wohnen 6334 Einwohner.

20,03% der Stockumer Fläche sind bebaut, 61,80% sind landwirtschaftliche Nutzflächen.

Im Westen des Stadtteils, an der Straße Bebbelsdorf, hat Stockum/Düren ein GE-/GI-Gebiet. Auch im westlichen Teil des Stockumer Ortskernes finden sich an der Hörder Straße mehrere Industrie- und Gewerbebetriebe.

30.962 m² in Stockum und 43.703 m² in Düren wurden 2013 für Gewerbe und Industrie genutzt.

Stockum/Düren ist auch wegen seiner guten und gesunden Luft und seiner freien Landschaft einer der Stadtteile Wittens, in dem die Menschen gerne wohnen.  

 

Wussten Sie schon ...

... dass 35,65% der Wittener Stadtfläche bebaut oder Verkehrsfläche sind,

... dass 2008 in Witten 38,5% (29,7% in  NRW) der Beschäftigen im produzierenden Gewerbe und 40,8% (46,9% in NRW) im Bereich der sonstigen Dienstleistungen tätig sind,

... dass von 1999 bis 2010 eine Fläche von 108 ha Wittener Ackerland verloren gingen und in dieser Zeit die Siedlungs- und Verkehrsfläche um 104 ha zunahm,

...  dass sich die Einwohnerzahl Stockums in den letzten 50 Jahren mehr als verdoppelt hat ?

 

Klare Aussagen

Die Flächen rings um Stockum, auch Vöckenberg West, sind seit fast 100 Jahren (Bestand)teil eines in den Gebietsentwicklungsplänen ausgewiesenen Regionalen Grünzuges. Hier sind Planungen und Maßnahmen, die deren Aufgabe und Funktion beeinträchtigen, grundsätzlich ausgeschlossen.

Warum die Regionalen Grünzüge für uns wichtig sind

Regionale Grünzüge dienen der Freiraumsicherung. Sie sollen einer ungesteuerten Inanspruchnahme des Freiraums vorbeugen. Deshalb wurde schon in der ersten Verbandsordnung des Siedlungsverbandes Ruhr von 1920 die gesetzliche Verpflichtung eingeführt, regional bedeutsame Grünflächen in einem Verzeichnis aufzunehmen. Seit dieser Zeit sollen die Standorte von Wohngebieten, Industrieflächen, Verkehrsbändern und Erholungsgebieten sollten so aufeinander abgestimmt sein, dass die wertvollen Erholungsgebiete und Grünzüge freigehalten werden.
In der aktuellen Durchführungsverordnung (DVO) zum Landesplanungsgesetz (LPlG) heißt es: „Regionale Grünzüge (Vorranggebiete): Freiraumbereiche – insbesondere in Verdichtungsgebieten –, die als Grünverbindung oder Grüngürtel wegen ihrer freiraum- und siedlungsbezogenen Funktionen (insbes. räumliche Gliederung und klimaökologischer Ausgleich, Erholung, Biotopvernetzung) zu erhalten, zu entwickeln oder zu sanieren und vor anderweitiger Inanspruchnahme besonders zu schützen sind"

Vöckenberg West - Frische und gesunde Luft

Daten und Fakten

Rings um  Stockum herrscht Freilandklima. Dort sind die Produktionsgebiete für frische und kalte Luft.

Diese Gebiete haben eine sehr große Bedeutung für die Frischluftzufuhr nach Stockum, aber auch nach Annen und zur Wittener Innenstadt.

Durch die vorherrschenden Winde werden bereits jetzt die Abgase der Fahrzeuge auf der A44 über Stockum, die Innenstadt, Annen und

Rüdinghausen verteilt.

 

Wussten Sie schon ...

... dass schon 1929 Regionale Grünzüge für das Ruhrgebiet festgelegt wurden,

... dass die globale Oberflächentemperatur seit 1929 um ca. 0,7° C zugenommen hat,

... dass Stockum im Süden, Norden, Westen und Osten inselartig von Freiflächen des Regionalen Grünzuges umgeben ist,

... dass das Grünzugkonzept auch im neuen LEP bestätigt werden wird,

... dass jede Bodenversiegelung mehr aufheizt und Feinstaub, Stickoxide und Kohlendioxid generiert ?

 

Klare Aussagen

Freiflächen müssen als klimatische und lufthygienische Ausgleichsräume erhalten bleiben.

Schon jetzt entstehen durch das Gewerbegebiet Wullener Feld und die A44 hohe Wärme- und Schadstoffbelastungen. 

Mit einem GE-/GI-Gebiet Vöckenberg West würden diese Belastungen verstärkt.

Die vorherrschenden Windrichtungen führen somit zu einer stärkeren Belastung Stockums, aber bei Nordwestwind auch Annens und Rüdinghausens und bei Nordostwind der Wittener Innenstadt.

Unser Klima ist im Wandel. Wir müssen das Potential unserer Stadt schützen und nicht die letzten intakten Stücke der Natur dem Profit opfern.